Verein der Griechen aus Pontos in München e.V.

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Pressemitteilung


München, 06.03.2006

Fur die Publikumspresse

Protestbrief gegen "die Berlin Talaat Pascha-Bewegung" an die politischen Verantwortlichen.

Der Verein der Griechen aus Pontos in MÜnchen appelliert an die Verantwortlichen der Bundesfraktionen, des Innenausschusses des Bundestages und der politischen Landesverbande in Berlin "die Berlin Talaat Pascha-Bewegung" zu verbieten.

Download - Protestbrief als PDF-Version (ca. 24,6 kb)

Der Verein der Griechen aus Pontos in Munchen ist auf Grund von Veroffentlichungen im Internet auf eine Aktion aufmerksam geworden, die sich "Grosses Projekt 2006 / Berlin Talaat Pascha-Bewegung" nennt. Darin sind eine Reihe von Aktionen in Berlin geplant, zwischen dem 15. und 19.03.2006, unter anderem eine Demonstration, die am 18. Marz in Berlin stattfinden soll und zu der die "4 Millionen Turken in Europa" zur Teilnahme aufgerufen werden.

Wie Sie wissen, gehoren die Griechen aus der kleinasiatischen Region Pontos am Schwarzen Meer zur gro?en Gruppe der sechs Millionen Christen (wie die Armenier und Assyrer-Aramaer), die im Zeitraum zwischen 1915 und 1922 von den damaligen Machthabern in der heutigen Turkei verfolgt, ermordet und aus ihrer Heimat vertrieben wurden.
Unter schwierigsten Umstanden fanden diese Heimatvertriebenen in Griechenland und in anderen Landern Zuflucht. Diese Vertreibung und grausamen menschenverachtenden Ereignisse sind vor vielen Jahrzehnten geschehen. Ihre Schatten reichen hingegen bis in die Gegenwart.
Talaat Pascha war als turkischer Innenminister einer der Hauptverantwortlichen fur den Genozid an den Christen. Er konnte nach Berlin fliehen, nachdem er von einem Sonderkriegsgerichtshof in Istanbul zum Tode verurteilt worden war. In Berlin wurde er dann am 15. Marz 1921 von einem armenischen Studenten erschossen.

Bis heute leugnen die turkischen Staatsorgane und der gro?te Teil der turkischen Presse, den von international anerkannten Historikern festgestellten Volkermord an den Christen im osmanischen Reich und im Nachfolgestaat Turkei.

Im Namen und als Vorsitzende des Vereins der Griechen aus Pontos in Munchen e.V., appelliere ich an Sie, diesem geschichtsverfalschenden Treiben Einhalt zu gebieten und auf ein Verbot der Demonstration hinzuwirken.


Mit freundlichen Gru?en
(fur den Vorstand)

(Anastasia Dick)

 

   


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